Wir führen Brennstoffuntersuchungen durch und messen die Emissionen in unserem Test-
Festbrennstoff- Kessel vom Typ Passat/ 40 kW- Leistung.
Messprogramm Brennstoffuntersuchung:
· Korngrößenverteilung, allgemein, nach DIN 18123
· Hackschnitzel – Korngrößen/ Siebanalyse nach ÖNORM M 7133
· Wassergehalt nach DIN EN 12880
· Stickstoffgehalt nach DIN 51722-1
· Chloridgehalt nach Eluierung DIN 38414_4
· Aschegehalt/ Glührückstand nach DIN 51719
· Ascheschmelzverhalten Bestimmung, Ascheerweichungstemperatur nach DIN 51730
· Testbrand von Substraten auf Schlackenbildung
Messprogramm Emission:
· Kohlenmonoxid- Emission (bez. auf 13% resp. 11% Sauerstoff)
· Stickoxid- Emission (bez. auf 13% rsp. 11% Sauerstoff) 7996
· Staubmessung im Abgas nach VDI 2066 Blatt 2
· Fraktionierende Staubmessung/ Partikelgrößenverteilung VDI 2066 Blatt 5
Stickstoffgehalt
Hoher Stickstoffgehalt des Brenngutes führt zu hohen Stickoxidemissionen (Brennstoff- NOX)
Chloridgehalt
Hohe Chloridgehalte im Brenngut können Rauchrohre und Schornsteine in erheblichem Maße schädigen. Selbst Rauchrohrmaterialien aus V4a- Stählen können unter ungünstigen Verhältnissen binnen kürzester Zeit durch Punktkorrosion zerstört werden. Hohe Chloridgehalte weisen Heu, Stroh und auch manche Getreidechargen auf.
Foto: V4a Rauchrohr mit Punktkorrosion durch chloridhaltige Abgase

Aschegehalt
Hohe Aschegehalte im Brenngut führen normalerweise zu hohen Staubemissionen. Siehe auch Staubmessung.
Testbrand
In Testbränden können das Brandverhalten, die physikalischen Eigenschaften des Ausbrandes/ Asche und das Potential von Schlackenbildung ermittelt werden.
Kohlenmonoxid
Die Kohlenmonoxidemissionen von Kleinfeuerungsanlagen über 15 KW Feuerungsleistung sind nach der 1. BimSchV geregelt. Die Kohlenmonoxid- Emissionen im Abgas durften bislang eine Massenkonzentration von 4g/ Normkubikmeter bei 15-50 kW Feuerungsleistung, 2g/ Normkubikmeter bei 50-150 kW, 1g/ Normkubikmeter bei 150-500 kW nicht überschreiten. (Bezogen auf einen Sauerstoffgehalt von 13%). Dies könnte sich bald ändern, im Gespräch ist 1g/ Nm³ für alle Feuerungsleistungen.
Stickoxid
Bislang sind für kleine Feuerungsanlagen abgasseitig keine Stickoxidbegrenzungen in Kraft. Dies könnte sich bald ändern. Im Gespräch sind 0,6 g Stickoxid/ Normkubikmeter.
Staubmessung
Die Staubemissionen von Kleinfeuerungsanlagen über 15 KW Feuerungsleistung sind nach der 1. BimSchV geregelt. Die staubförmigen Emissionen im Abgas durften bislang eine Massenkonzentration von 0,15g/ Normkubikmeter bei einem Sauerstoffgehalt von 13% nicht überschreiten. Dieser Wert wird vermutlich bald auf unter die Hälfte reduziert.
Ascheschmelzverhalten, Ascheerweichungstemperatur
Ungünstige Kalium-/ Kalzium-/ Silikat- Gehalte im Brenngut führen zu niedrig schmelzender Asche (besonders kritisch bei Getreide und Stroh). Schlacke, das ist geschmolzene Asche, kann den Brennraum verkleben und kann die Brennluft- Zufuhr behindern. Niedrige Ascheerweichungstemperatur und Ascheschmelztemperatur eines gegebenen Brennstoffes kann durch Zuschläge (Kalk, hochschmelzende Asche) erhöht werden.
Optimierte Kesselräume sind so konstruiert, dass gebildete Schlacke nicht an den begrenzenden Flächen „ankleben“ kann.
Beim Ascheschmelzverhalten wird ein geformter Aschetestkörper erhitzt. Es treten die Aggregatzustände auf: Erweichungstemperatur (Ecken werden rund), Sphärischtemperatur und Halbkugeltemperatur (geschmolzene Asche bildet Halbkugel), Fließtemperatur (geschmolzene Asche fließt auseinander)